Mental Blog by Heidi Klackl

Wie geht entscheiden?

Wir alle müssen uns entscheiden - immer wieder, jeden Tag.

Entscheiden ist schwer und war vielleicht nie schwerer als heute. Wir haben unzählige Möglichkeiten vor Augen und die Last der Verantwortung auf unseren Schultern.


Warum fällt uns das oft so schwer?


Selbstverantwortung ist immer schwer aber sie kann zu einer übermenschlichen Belastung werden, wenn es um unabsehbare Folgen einer Entscheidung geht oder einem die gesellschaftlichen Umstände keine Chance lassen.


Die Idee, das uns alle Möglichkeiten offenstehen und dass nur wir die Verantwortung für Erfolg oder Scheitern tragen, überfordert uns. Es überfordert uns, denn wir alle sind ein Stück weit begrenzt - durch unsere Umwelt, Fähigkeiten, körperliche Möglichkeiten, finanzielle Mitteln oder soziale Beziehungen.


Welche inneren Prozesse behindern Entscheidungen?

Häufig stecken überhöhte Ansprüche dahinter: alles, immer, sofort, perfekt, allein.

Mit dieser Haltung sind Entscheidungsprobleme und Versagensängste vorprogrammiert.


Manche setzen voll auf ihre Intuition - ihr Bauchgefühl sagt ihnen, wo es langgeht. Andere denken immer und immer wieder über eine Entscheidung nach, bis sie wissen, was für sie richtig ist.


Welche Methoden helfen uns bei der Entscheidungsfindung?


"Was würden wir uns selbst als bester Freund raten?"

Mit anderen Worten: Bei schwierigen Entscheidungen sollten wir so unvoreingenommen wie möglich sein.

Eine zeitliche Distanz gegenüber den Verführungen des Augenblickes schaffen.

Ablenken-

nachdem man alle Argumente rational durchdacht hat, sollte man sich mit etwas anderem beschäftigen oder eine Nacht darüber schlafen.

Pro- und Kontraargumente aufschreiben.


Identität-

statt ausschließlich die objektiv beste Alternative zu suchen, sollten wir auf uns selbst und unsere Werte hören.

Kritiker-

Wir umgeben uns gerne mit Menschen , die unsere Meinung bestätigen. Dabei wäre es klug auch Kritikern zuzuhören. Wer versucht, sie zu verstehen, bekommt einen ausgewogenen Blick.

Sich nicht in unübersichtlichen Zeiten auf ein Entweder-oder zu beschränken

sondern-"sich ein sowohl als auch "zu ermöglichen-wäre ein Ansatz!


Entscheidungen sind immer ein Prozess. Viele Faktoren spielen dabei eine Rolle und beeinflussen, welche Wahl wir am Ende treffen werden. Dazu zählt etwa, wie gut wir uns selbst disziplinieren können, wie sehr wir in unübersichtlichen Situationen einen klaren Kopf behalten und wie risikobereit wir sind.

Mit Selbstvertrauen können wir ja sagen zu mutigen, selbst bestimmten Entscheidungen und nein sagen zu Dingen, die nicht den eigenen Werten und Zielen entsprechen.



"Welcher Mensch will ich sein oder werden?"


Wenn wir uns das fragen und dementsprechend wählen, sind Entscheidungen eine Chance zur Selbstverwirklichung!


Liebe Grüße aus Kitzbühel

Eure Heidi


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